INSTITUT FÜR SOZIALWISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNG E.V.
Rechtsform Leitung Finanzierung
Das ISF München ist ein eingetragener Verein mit anerkannter Gemeinnützigkeit. Es besteht seit 1965. Mitglieder des Vereins sind Personen, die auf den Forschungsfeldern des Instituts arbeiten. Die Leitung liegt beim Institutsrat (Vorstand), der aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ISF besteht.
Das ISF verfügt über keine öffentliche Grundfinanzierung. Die Forschungsvorhaben werden ausschließlich über zeit- und projektgebundene Mittel finanziert. Auftraggeber sind z.B. Bundes- und Landesministerien, die Europäische Union, verschiedene Stiftungen, Institutionen der allgemeinen Forschungsförderung sowie im Verbund mit öffentlich geförderten Forschungsprojekten Unternehmen.
Forschungsgebiete Kooperationen
Das ISF forscht über neue Entwicklungen in Betrieb und Gesellschaft. Im Vordergrund stehen betriebliche Rationalisierungsstrategien (Technikgestaltung, Arbeitsorganisation), Personal- und Ausbildungspolitiken und deren Voraussetzungen und Folgen für Arbeitsmarkt, Bildungssystem und industrielle Beziehungen. Die Untersuchungen richten sich auf die Verknüpfung von praxisbezogener und theoretischer Forschung und auf den internationalen Vergleich. Dazu arbeitet das Institut mit wissenschaftlichen Einrichtungen anderer, auch technischer Disziplinen, mit Unternehmen sowie mit internationalen Experten zusammen. Kooperationsvereinbarungen bestehen mit der Fakultät für Ökonomie der Tohoku-Universität in Sendai/Japan und mit dem Economic Research Center der Han Nam Universität in Taejon/Korea. Die Forschungsergebnisse werden für Wissenschaftler und Praktiker aus Unternehmen, Verbänden und öffentlichen Institutionen aufbereitet.
Mitarbeiter Forschungsorganisation
Im ISF arbeiten ca. 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit sozial-, wirtschafts- und ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung sowie studentische Hilfskräfte und freie Mitarbeiter für Spezialgebiete. Die Forschungsarbeiten werden von Projektteams mit hoher Eigenverantwortung durchgeführt. Überlappende Teamkooperation sichert Synergieeffekte, die Zusammensetzung der Belegschaft Interdisziplinarität im Hause. Rund 9 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erledigen die Aufgaben der Verwaltung und Sachbearbeitung.
- Gesellschaftliche Voraussetzungen und Folgen von Rationalisierung in Produktion und Dienstleistung
- Entwicklung von Technik und Organisation im sozialen, politischen und ökonomischen Umfeld
- Zukunftsorientierte Unternehmensstrategien: Dezentralisierung, Vernetzung, Globalisierung und Ökologisierung
- Arbeitsmarkt, Human Resource Management, Interessenvertretung und Sozialpolitik
- Bildungssystem, betriebliche Aus- und Weiterbildung, Karrieremuster und soziale Differenzierung
- Verwissenschaftlichung von Arbeitsprozessen und Bedeutung von Erfahrungswissen
Prinzipiell werden die Forschungsergebnisse unter Wahrung der Anonymität veröffentlicht. Ein Überblick über die Buchreihe des ISF im Campus Verlag, Frankfurt/New York, sowie Veröffentlichungen in Fachzeitschriften ist über das Institut erhältlich.
Projektprofil
Das Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung arbeitet seit gut 30 Jahren auf dem Gebiet der sozialwissenschaftlichen Arbeitsanalyse und ist unter anderem an dem vom BMBF geförderten Verbund "Sozialwissenschaftliche Technikberichterstattung" beteiligt. Seit Anfang der 80er Jahre liegt ein Schwerpunkt der Arbeit des Instituts auf konzeptuellen und empirischen Untersuchungen zu erfahrungsgeleiteter Arbeit. Aus den Ergebnissen dieser Untersuchungen ergaben sich neuartige Erkenntnisse für eine nutzerorientierte Technikgestaltung. Diese wurden im Bereich der Produktionstechnik (CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen) in Kooperation mit technischen Instituten sowie Hersteller- und Anwenderbetrieben praktisch umgesetzt und führten zu neuen (technischen) Konzepten bei der Steuerung, Überwachung und Programmierung von Bearbeitungsprozessen durch qualifizierte Fachkräfte. Des weiteren wurden in den letzten Jahren speziell Kommunikations- und Kooperationserfordernisse im Rahmen der Reorganisation von Unternehmen aufgegriffen und auf der Ebene konkreter Arbeitstätigkeiten und Prozesse eingehender untersucht. Prof. Dr. Fritz Böhle war maßgeblich an der Initiierung und Durchführung der genannten Forschungsarbeiten des ISF beteiligt und führt auch nach seiner Berufung an die Universität Augsburg in Kooperation mit der Forschungsgruppe "Erfahrungsgeleitete Arbeit" (Dr. A. Bolte, S. Pfeiffer (M.A.), Dipl.Soz. S. Weishaupt) am ISF Forschungen zur nutzerorientierten Technikgestaltung durch. Das geplante Vorhaben wird in enger Kooperation der Universität Augsburg und des Instituts für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. erfolgen. Der Schwerpunkt der Arbeiten der Universität Augsburg wird auf der Konzeptentwicklung und der Präzisierung des Konzepts erfahrungsgeleiteter Arbeit liegen. Der Schwerpunkt der Arbeiten des ISF wird in der Analyse der Prozesse, Aufgaben und Arbeitsorganisation für den Multimedia-Arbeitsplatz der Zukunft liegen.
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Kontakt: |
Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. |
| Letzte Änderung: 16.02.2005, 17:11:32 (GMT+01:00) | ||
Ein Leitprojekt des BMWA |
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