GRIS


TU DARMSTADT

Das Fachgebiet "Graphisch-Interaktive Systeme" (GRIS) im Institut für Informationsverwaltung und Interaktive Systeme des Fachbereichs Informatik der Technischen Universität Darmstadt wurde 1975 mit der Berufung von Prof. Dr. h.c. Dr.-Ing. J.L. Encarnação gegründet. Das Fachgebiet GRIS vertritt an der Technischen Universität Darmstadt im Fachbereich Informatik den Bereich der graphisch-interaktiven Systeme in Lehre und Grundlagenforschung.

Forschung
Im Bereich der Forschung werden vorrangig wissenschaftliche Themen im Vorfeld der wirtschaftlichen Nutzung bearbeitet, insbesondere auf den Gebieten des Rechnergestützten Lernens und des 3D Graphics Computing. Dies entspricht dem öffentlichen Auftrag von Hochschulinstitutionen, deren Ziel es ist, Wissen und Kenntnisse zu erschließen und auf diese Weise für die wirtschaftliche Weiterverwendung aufzubereiten. Drittmittelprojekte mit dem Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse in eine Basis-Entwicklung umzusetzen, werden ebenfalls (etwa von der EU gefördert) bei GRIS bearbeitet. Mit ihnen eröffnet sich die Chance, auf einem sehr kurzen Wege das innerhalb der Hochschulgruppe vorhandene Grundlagen-Know-how wirtschaftlich nutzbar zu machen und zugleich der marktunabhängigen Forschung verläßliche Rückmeldungen über den aktuellen wirtschaftlichen Bedarf zu vermitteln.

Die Forschungsschwerpunkte bei GRIS liegen dabei in den folgenden Bereichen:

Im Bereich Conversational User Interfaces wird die Entwicklung von Konzepten und Grundlagentechniken für neue Formen von multimodalen Benutzungsschnittstellen vorangetrieben. In diesem Rahmen werden insbesondere Techniken zur Animation und Steuerung von anthropomorphen User-Interface-Agenten und Avataren entwickelt. Ziel der aktuellen Arbeiten in diesem Bereich ist die Entwicklung eines Basissystems für den Einsatz von User-Interface-Agenten in unterschiedlichen Anwendungsumgebungen. Forschungsarbeiten betreffen hier insbesondere die Bereitstellung geeigneter Bewegungsbibliotheken für User-Interface-Agenten und Avatare, das Mischen von Bewegungsabläufen (Motion Blending), die Steuerung von virtuellen Akteuren durch eine Animationsbeschreibung auf Task- und Motivationsebene, die Realzeit-Darstellung von 2D- und 3D-Avataren auf Basis aktueller Internet-Technologien (VRML-97, Java3D, etc.) sowie die Einbeziehung von Anwender-Interaktionen.

Ein weiteres zentrales Forschungsthema im Projektbereich 3D Graphics Computing ist die Entwicklung neuer Verfahren im Bereich Morphing. Unter Morphing wird die Metamorphose eines Objektes in ein anderes verstanden. Ein Ziel der Arbeiten auf diesem Gebiet ist es, das Morphing zwischen mehreren verschiedenen Objekten zu ermöglichen und die Spezifikation solcher Morphing-Prozesse wesentlich zu vereinfachen. Hierzu wird insbesondere auch an Verfahren zur Festlegung und besonderen Beachtung von Features bei der Überführung der Objekte gearbeitet. Des weiteren werden die Konzepte des Morphings in der verallgemeinerter Form eines Morphing-Raumes zur allgemeinen Beschreibung von Objekten in Bezug auf eine Anzahl von Basisobjekten gearbeitet. Morphing-Räume können in effektiver Weise zur Modellierung und auch zur Analyse von 3D-Objekten eingesetzt werden.

Ein weiterer Schwerpunktbereich im Projektbereich 3D Graphics Computing ist die Informationsvisualisierung in 2D und 3D. Die Informationsvisualisierung umfaßt die effektive Umsetzung von Wissen in graphische Repräsentationen. In diesem Rahmen werden Verfahren und Werkzeuge zur Visualisierung von großen Informationsmengen und Beziehungsnetzen aus den Bereichen der Medizin, der Biologie und Genetik, der Architektur und des Städtebaus sowie von personenbezogenen Daten entwickelt. Neben der Entwicklung spezieller, anwendungsbezogener Visualisierungsverfahren spielen hier auf die grundlegende Analyse von Gestaltungsregeln sowie die Berücksichtigung und Modellierung der verschiedenen Aspekten der menschlichen Wahrnehmung eine wichtige Rolle. Im Rahmen von wissenschaftlich-technischen Anwendungen werden darüber hinaus auch neue Verfahren zur Simulation und 3D-Visualisierung dynamischer Prozesse entwickelt.

Kooperationen
Als Partner im INI-GraphicsNet unterhält das Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme enge Kooperationen mit verschiedenen internationalen Forschungseinrichtungen in Darmstadt (Hauptsitz), Rostock, Coimbra (Portugal), Providence (USA) und Singapur.

Kontakt:   

TU Darmstadt
Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme
Rundeturmstr. 6
64283 Darmstadt
http://www.gris.informatik.tu-darmstadt.de




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Projektträger ist das DLR

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