TU DRESDEN
INSTITUT FÜR PÄDAGOGISCHE PSYCHOLOGIE UND ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGIE
Die Technische Universität Dresden, 1828 als technische Bildungsanstalt ins Leben gerufen, präsentiert sich heute als Volluniversität, welche 23.000 Studenten in über 100 Studiengängen und -fächern eine fundierte, praxisnahe Ausbildung bietet.
Die TU Dresden kann nicht nur auf eine lange Tradition technischer Innovation und Forschung zurückblicken, sondern war und ist ein Standort, an dem bedeutende Psychologen forsch(t)en und lehr(t)en, wie z.B. Karl und Charlotte Bühler, Mitglied und Mitbegründer der "Würzburger Schule" oder Herr Prof. Hacker, 1996 Preisträger des deutschen Psychologiepreises.
Die Fachrichtung Psychologie an der TU Dresden, der Fakultät Mathematik und Naturwissenschaft zugehörend, verfügt über ein naturwissenschaftlich ausgerichtetes Profil, die Absolventen des Studiengangs Psychologie mit einem sehr guten methodischen und experimentalpsychologischen Wissen in die Berufs- bzw. Forschungswelt entlässt.
Grundlagenorientierte Schwerpunktsetzungen in der Forschung und forschungsorientierten Lehre sind:
- Beiträge zur Kognitionsforschung, insbesondere zur Wissensverarbeitung des Menschen als Vorbild für Simulation in der Künstlichen Intelligenz; verschiedene Formen des Wissens und Denkens in ihrer Entwicklung über die Lebensspanne, Gestaltung wissensbasierter Unterstützungssysteme für die Steuerung komplexer, dynamischer Systeme; Gedächtnisgrundlagen zielgerichteten Handelns, speziell im Bereich technischer Entwurfsprozesse; Ebenen der kognitiven Organisation.
- Beiträge zu den Neurowissenschaften: Differentielle Psychophysiologie und Neuropsychologie der Aufmerksamkeit; neurophysiologische Funktions- und Leistungsdiagnostik, molekulargenetische Faktoren der Persönlichkeit; biopsychologische Grundlagen von Persönlichkeitsdispositionen und psychischen Störungen; psychophysiologische Mechanismen von Belastungs- und Erholungsprozessen.
- Die Fachrichtung plant, sich beim Aufbau eines neurowissenschaftlichen Kompetenz-Zentrums an der TU Dresden maßgeblich zu beteiligen.
- Beiträge zu den Gesundheitswissenschaften: Im Rahmen der Kooperation der Public Health-Verbünde Deutschlands, im Rahmen der Arbeit im PH-Verbund Sachsen und eines Aufbaustudienganges für Psychologische Psychotherapie an der TU Dresden erfolgt eine Schwerpunktsetzung auf die Prävention und Therapie psychischer Störungen, Verhaltensmodifikationen bei organischen Erkrankungen und die Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen. Dies wird ergänzt durch eine salutogenetische Orientierung, die auf die Entwicklung und Unterstützung menschlicher Stärken gerichtet ist (wie die Erforschung funktioneller Strukturen und Prozesse der Entwicklungsregulation).
Anwendungsbezogene Forschungsschwerpunkte haben folgende Themen zum Inhalt:
- Anthropozentrische Systemgestaltung: Beiträge zur Technikgestaltung und zur Optimierung technischer Entwicklungsprozesse, zum Human-Ressourcen-Management durch die Gestaltung produktivitäts- und entwicklungsfördernder Aufgabengestaltung durch Mensch-Maschine-Funktionsteilung und moderne Formen dezentraler Organisationsgestaltung; Ressourcen und Kompetenzdiagnostik für die Entwicklung moderner Organisationsformen in Industrie, Verwaltung und Dienstleistung; Training strategischer Kernkompetenzen für Zielgruppen (Unternehmer, Arbeitnehmer, Rehabilitanden).
- Lebenslanges Lernen und Lebensgestaltung: Psychologie der Lernumwelten, Bildung und Lebensgestaltung, Entwicklung von multimedialen (Lern-) Technologien und deren Nutzungsvoraussetzungen (kognitive und motivationale Gestaltung selbstgesteuerter Lernprozesse unter besonderer Berücksichtigung beruflichen Lernens); kompetenzfördernde Gestaltung vernetzter Lehr-Lern-Systeme, einschließlich des Instruktions-Design; Kompetenzentwicklung von Erwachsenen im höheren Lebensalter und für neue Formen von Erwerbsarbeit; Beteiligung am Media-Design-Center der TU Dresden; Entwicklung von Programmen zur Unterstützung lebensgestalterischer Kompetenzen über die Lebensspanne.
- Gesundheitsförderung durch Gestaltung von Lebens- und Arbeitsbedingungen: Projekte unter federführender Beteiligung von Professoren der Fachrichtung innerhalb des Sächsischen Public-Health-Forschungsverbundes sind auf die Entwicklung gesundheitsstabilisierender Organisationsstrukturen und die Entwicklung gesundheitsförderlicher Handlungsstile ausgerichtet. Diese Beiträge realisieren als Dresdner Spezifikum den Doppelaspekt psychologischer Gestaltungsbeiträge zur Gesundheitsförderung durch Maßnahmen der Verhältnis- und Verhaltensprävention.
Forschungsschwerpunkte der im Projekt MAP vertretenen Professuren sind u.a.:
Professur für die Psychologie des Lehrens und Lernens (Prof. Körndle)
- Modellierung von Lehr- und Lernprozessen
- Motivation und Lernen in komplexen Anforderungssituationen
- Studierplatz 2000: Psychologische Aspekte multimedialer Werkzeuge für die universitäre Lehre
- Entwicklung und Evaluation kognitiver Trainingsformen
- Gestaltung von Feedback in computergestützten Lernumgebungen
Professur für Allgemeine Psychologie (Prof. Hacker):
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Handlungsvorbereitung/-planung
Personale und situationale Voraussetzungen geplanten Verhaltens bei Gesunden und Patienten -
Mentale Verarbeitungskapazität ("Arbeitsgedächtnis")
Individuelle Differenzen und deren Ursachen bei Gesunden und Patienten -
Mentale Verarbeitungskapazität
Trainierbarkeit ("Hirnjogging", "Mental aerobics") -
Absichts- (prospektives) Behalten ("... ich wollte Dir noch etwas sagen ...")
Individuelle Differenzen und ihre Grundlagen, Hilfennutzung und Trainierbarkeit - Unterstützung von Entwurfstätigkeiten (Design Problem Solving)
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Kontakt: |
TU Dresden |
| Letzte Änderung: 16.02.2005, 17:11:32 (GMT+01:00) | ||
Ein Leitprojekt des BMWA |
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